27/02/2026

Das Planungsteam B74neu fordert letzte Kritik und Fragen vor der Entscheidung Ost oder West an

Das Planungsteam der B74neu Umgehungsstraße fordert im Schreiben vom 13.02.2026 dazu auf, die letzten Fragen und Einwendungen kurzfristig einzusenden. An: B74OURitterhude@ifok.de .

Dann geht es nach Berlin zum Bundesministerium für Verkehr mit den Ergebnissen des „Variantenvergleichs“ Ost- oder West-Variante. Und natürlich mit dem Ergebnis der „Sonderprüfung“ zu FFH/NATURA2000 einer möglichen Ost-Variante.

Dann wird der ausgewählte Kreis des Dialog-Forums über das Ergebnis informiert. Viele Unterlagen zum Variantenvergleich, zu den Belastungen der Anwohner oder zur Ausnahmeprüfung FFH/NATURA2000 liegen auch hier noch nicht vor, oder wurden auch nicht angefragt.

Leider erhielten die eigentlichen Betroffenen, oder die bisherigen Fragesteller, die auch teilweise noch auf Antworten warten, dieses Anschreiben nicht.

Daher heute mein Aufruf hier: Die Situation wird ernst! Wer jetzt nicht Stellung nimmt, oder genommen hat, kann es erst wieder im PFV „Planfeststellungsverfahren“ 2030 machen. Hier sind dann auch erst „rechtliche Schritte“ möglich!

Heute können wir als Betroffene nur Fragen stellen, Hinweise geben und Einwendungen machen…

Gut ist, dass das quälende Warten auf eine Entscheidung, die Sprachlosigkeit der Politik und Verantwortlichen im Kreis, der Ärger über unvollständige Antworten usw. endlich ein Ende hat!

Aber ein auf der Ost-Seite erkanntes Übel wird nicht im Westen verschwinden!“

Im weiteren Verlauf werde ich auf dieser Seite meine und Eure Fragen und die Antworten veröffentlichen:

Hier als Beispiel eine einfache Frage:
1. Warum werden die Unterlagen nicht vor der Festlegung einer Variante Ost oder West den Verantwortlichen und Betroffenen im Kreis vorgestellt? Meine Antwort: Weil Sie es dürfen und wir es zulassen!

Das Bild unten zeigt nur für einem kleinen Bereich der B74neu West-Variante, wie sich z.B. die Wohnqualität für hunderte Familien verändert. Daher ist die Frage nach der Zumutbarkeit oder der Lärmbelastung wohl zulässig!

Bitte bleibt interessiert!

Das ist nur einer der Bereiche, der durch ein riesiges Brückenbauwerk, Abriss und Siedlungs-Zerschneidung gekennzeichnet ist. Sehen Sie sich bitte die anderen Bereiche längs der West-Variante auch an…

11 Comments

  • Fragen zu Ihrem Schreiben vom 13.2.2026
    Sehr geehrtes Projektteam!
    Laut Ihrem Schreiben vom 13.2.2026 fordern Sie die Mitglieder des Dialogforums auf, sich bis zum 1.3.2026 mit Ihren Fragen an Sie zu wenden. Sicher gilt das auch für die Betroffenen.
    Bisher sind viele an Sie gegangenen Fragen nicht beantwortete worden. Sie verwiesen auf: Noch nicht Stand der Planung / erstellt aber nicht geprüft / noch nicht freigegeben usw.. Auch sind die Fragen nicht auf Ihrer Website erschienen.
    Beispiele: Lärmkarten/ Anzahl der Schutzfälle (Überschreitung Schallpegel) / Anzahl der Abrisshäuser / Maßnahmen zur Lärmminderung (Wälle, Mauern usw.) / Ermittlung Feinstaubbelastung / Auslegung und Darstellungen der Bauwerke (Betonbrücke Heerweger Moor, Brücke Scharmbeckstoteler Str. usw. / Warum nur noch 3- stufiges Bewertungsverfahren / Plausibilität der Verkehrsberechnungen Ost-West / Abschichtung der weiteren bekannten Varianten / Einfluss durch Ausbau B74/A20-Elbtunnel / Fehlende Hinweise „WER hat WO und WAS“ entschieden, zur Vorbereitung einer Akteneinsicht durch die Betroffenen etc.)
    Heute die folgenden Fragen:
    1. Warum werden die Unterlagen nicht vor der Festlegung einer Variante Ost oder West den Verantwortlichen und Betroffenen im Kreis vorgestellt?
    2. Warum wird ohne die Verantwortlichkeit für das regionale Raumordnungsprogramm RROP im Kreis gehandelt. Es gibt im RROP nur die damalige Vorzugsvariante Ost. Warum jetzt alles ohne Prüfverfahren?
    3. Im Kreis OHZ wird der Flächenverbrauch und die sonstigen Belastungen durch Ziele für Windkraftanlagen, Gewerbegebiete und Wohngebiete aktiv diskutiert. Warum werden der riesige Flächenverbrauch und die massive Zerstörung der Wohnqualität für ca. 1.000 Familien durch eine mögliche westliche Umfahrung nicht vor Ort bekannt gemacht. Nur so wird die Zumutbarkeit prüfbar und diskutierbar? Nach einer einsamen Entscheidung in Berlin ist es zu spät!
    4. Warum werden im Westen die zerschnittenen Naherholungsgebiete und Wege, die zerstörte Flora und Fauna und die Wohnqualität nicht entsprechend berücksichtig? Wie wird das „Schutzgut Mensch“ im Westen ausreichend berücksichtigt?
    5. Die von Ihnen zitierte „Ausnahmeprüfung “ zu FFH/Natura2000 lag für die Ost-Variante vor. Was ist hier heute neu in der Fauna? Nur das gesamte Schutzgebiet hat sich durch die Vernässung der Moore weiter vergrößert!
    Bitte die Antworten im Text beantworten.
    Mit freundlichen Grüßen Bernd Albrecht

  • Ich danke für den folgenden Hinweis. Ich bitte aber darum, alle Fragen selber und im eigenen Namen an das Planungsteam zu geben!
    „Wurde der Bau der neuen Stromleitung 380KV Conneforde längs der gleichen Linienführung zur B74neu berücksichtigt? Der Bau beginnt gerade. Haben Sie die „Bündelung“ mit der bestehenden Infrastruktur berücksichtigt? Wurden die Argumente „kein belasteter Raum, Vergrämung, Gewöhnung der Fauna usw. in der Sonderprüfung zu FFH/Natura2000 berücksichtigt?“

  • Danke für die Zuschrift mit der Forderung nach einem guten Rechtsanwalt: Heute können wir als Betroffene nur Fragen, Hinweise und Einwendungen machen… Erst im PFV ab ca. 2030 können rechtliche Schritte folgen… Dann nur innerhalb von 4 Wochen! Aber jede heute geäußerte Kritik kann 2030 helfen, damit die Betroffenen ausreichenden Lärmschutz erhalten, oder Klagen überhaupt zugelassen werden… Eine Verhinderung dann wohl nicht mehr… Das geht nur noch heute!

  • Danke für den Anruf. Bitte unbedingt selber die “ Klima-Bilanz “ schriftlich anfordern. Sie sind jung und können noch etwas bewirken!……Wir, die Betroffenen, hatten im direkten Gespräch von BündnisB74nie und dem Planungsteam Ende 2024 nach der „CO2-Bilanz“ gefragt. Dies auch im Hinblick auf die durch den Umweg der West-Variante zusätzlich gefahrenen ca. 60 Mio. km Verkehre!……“Man war auch damals noch nicht so weit!“ ……. In eine belastbare „Klima-Co2-Umwelt Bilanz“ müssen aber viele Parameter wie „Neubau, Naturvernichtung, Flächenbedarf, Umwege, Kraftstoffverbrauch, CO2, Feinstaub, Moorböden usw. einfließen. Sicher will man diese Auswirkungen gar nicht darstellen. Politik, Verwaltung und Dialog-Forum machen es nicht. Das Planungsteam will wohl keine Unterschiede um ergebnisoffen handeln zu können…… Wir-Sie- sollten sie einfordern!

  • B74OURitterhude@ifok.de …………….. Das ist die Mail-Anschrift des Planungsteams. IFOK ist ein großes Beratungsunternehmen, dass das Land berät und die Antworten beantwortet. Die Antworten sind wichtig, denn wenn welche überhaupt kommen, müssen Sie „wahrheitsgemäß“ gemacht werden. Daher immer leider oft ausweichend und nicht vollständig! Jede Kritik, die heute schriftlich geäußert wird erhöht die Möglichkeit zu einer Klage im PFV. Leider erst in 2030! Wer ein Betroffener ist, der sollte noch heute aktiv werden….

  • Danke, Gute Frage: Nein, anhand der Unterlagen lässt sich nicht voraussehen, für welche Variante man sich entscheiden wird. Nach meiner Beobachtung will man bewusst beide im Spiel lassen………..Alles was gegen die West-Variante spricht, wird gezielt unterdrückt…. Ich hatte schon viele Argumente in den letzten Beiträgen aufgezählt. ……….Aber mit der Ost-Variante riskiert man eine europäische Klage zu „FFH/Natura2000“ wegen Beeinträchtigung eines Naturschutzgebietes! ……….Im Westen sind es nur fast aussichtslose Klagen wegen Enteignung und Lärm…

  • Unser Gespräch zur B74 auf der Höhe Hambergen: Die mögliche Entwicklung der B74 zu einer internationalen Fernstraße sollten alle Orte längs der B74 berücksichtigen. ………..Der neue Elbtunnel A20 bei Stade/Drochtersen, die Heranführung der A20 an Bremervörde („Drehscheibe“ auch für Gastransporte und Hafen zu Hafen Verkehre) und dann auf die B74 direkt nach Bremen zur A27/A281………….. Am Knotenpunkt Settenbeck/Lintel sollen über 32.000 Verkehre täglich zusammen kommen. (siehe Verkehrsberechnung) Eine Verdoppelung zu heute…… Das hat sicher Auswirkungen!

  • Achtung: Es gibt eine „Kreismobilitätskonzept“ in OHZ. Aber ganz ohne B74neu. ……. Meine Satire: Ja natürlich, sie geht ja auch an OHZ völlig vorbei, ganz ohne Auf- und Abfahrten! …….. Im April soll es debattiert werden!

  • Ja, es ist enttäuschend, wenn zu konkreten Fragen zur zukünftigen Belastung der Anwohner, dem Grad der Zumutbarkeit, Gegenargumenten, Alternativen oder zur technischen Ausführung nur ausweichende und unvollständige Antworten kommen. Auch der Hinweis, es wird erst nach der Entscheidung alles veröffentlicht, ist schwer zu ertragen. Der Umfang der Öffentlichkeitsarbeit liegt laut Gesetz beim Planer! Ärgerlich, aber da müssen wir jetzt durch….. Also bleiben Sie interessiert!

  • Das Planungsteam macht ihre Arbeit wohl wie vorgegeben recht gut. Mein Vorwurf aber bleibt, dass sie weiterhin zwei Varianten als völlig gleichwertig und baubar darstellen wollen. Alle Argumente, Belastungen und Berechnungen, die klar gegen die Zumutbarkeit einer West-Variante sprechen, werden weiter unterdrückt. Dies gilt es dann im Planfeststellungsverfahren anzugreifen….

  • Unser Gespräch zu den Wallhecken, die mit einer West-Variante alle zerstört werden: Danke für die vielen Hinweise…… Aber den Planern und den Verantwortlichen im Kreis sind auch die Wallhecken wohl völlig egal…… „Neben ihrem kulturhistorischen Wert haben Wallhecken vor allem eine besondere ökologische Funktion: Sie sind Lebensraum für viele Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. Die hier lebenden Vögel, Reptilien, Insekten und Kleinsäuger verringern die Zahl der „Schädlinge“ auf den angrenzenden Äckern und Wiesen. Wallhecken dienen Tieren als Höhlen- und Nistplatz, Deckung und Fluchtburg, Überwinterungs-quartier, Nahrungsquelle und Witterungsschutz. Auch dem Weidevieh spenden sie im Sommer Schatten. Wallhecken vernetzen Waldränder und Feldgehölze und sind damit wichtige Trittsteine des Biotopverbunds“

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